Haha, dieser Film ist ein Witz! So etwas muss wohl herauskommen, wenn man plan 9 von ed wood mit bambi kreuzt und dann noch mit n bisschen shreck nachpfeffert.
Selten habe ich schon einen Film gesehen, der sinnentleerter, dämlicher und unfreiwillig so komisch ist. Der Film hätte auch gleich Crossroad 2 heissen können.
Beginnen wir mit der Story und dem Drehbuch: Es ist ja klar, dass es schwierig ist, alte Heldenepen zu verfilmen, da 1. das Publikum die Story schon kennt, und wenn man 2. daran etwas verändert, um die sache spannender zu gestallten, gibt es da sofort die hardcore-heinis, die den film dann dafür anschwärzen.
Aber jetzt einmal hand aufs herz: hat diesen humbug von einem drehbuch überhaupt vorher jemand gelesen, bevor das projekt "beowulf" grünes licht für die produktion bekommen hat? der film ist eine schreckliche aneinanderreihung von klischees und schrecklicher irrtümer, wie sie kein kinozuschauer verdient. da wird nichts ausgelassen: vom intimen zweigespräch zwischen königin und hofdame auf der burgbrüstung bei nacht bis zur allgemeinen "lass mich nicht fallen!"-die-burg-fällt-mit-tosen-und-feuer-zusammen-und-n-drache-ist-auch-noch-da-finalen-showdown-kampf-szene gibt es echt alles.
Die charaktere sind nicht charaktere im eigentlichen sinn, sondern einfach stereotype figuren, wie es sie in jedem x-belibigen fantasyfilm schon gegeben hat. vom embrio-bösen, welches das klein-kind-schema perfekt erfüllt, dass in einer höhle lebt (wie innovativ! das gabs vorher noch nie! ausser... gollum bei herr der ringe, der sat-eins-verfilmung der niebelungensage usw) über die schöne, aber schlecht behandelte königin, bis hin zum lustigen, fetten sidekick, der für diverse pionten des films herhalten muss. da fragt man sich echt, wie so viele gute schauspieler, wie anthony hopkins oder angelina jolie, dafür gewonnen werden konnten, bzw. welche familienmitglieder die filme-"macher" alles entführen mussten, um die schauspieler in den geistigen ruin treiben zu können, damit diese verzweifelt genug sind, an so einem "film" mitzuarbeiten.
das score klingt wie herr der ringe das klo runter gelassen und dann rückwärts abgespielt. die dialoge sind pathetisch, aufgebläht und so neu wie die nachricht, dass in berlin die mauer abgerissen wurde.
und wiedermal fragt man sich: wieso? wieso werden filme computeranimiert, wenn doch sowieso alle schauspieler der welt nicht nur überzeugender, sondern auch noch lebensechter agieren würde? was hat es für einen sinn, filme zu animieren, wo es eigentlich nix zu animieren gäbe?
immerhin: die vermutung liegt nahe, dass sich die animateure durchaus des hanebüchernen plots, des schwachen drehbuches und der allgemeinen situation bewusst gewesen sind. sonst hätten sie nicht so viele unfreiwillige peinlichkeiten eingebaut, wie z.b. dass man bei der szene, in der beowulf nackt gegen gollum kämpft (wer hat denn eine solche szene in ein drehbuch geschrieben? der latent homosexuelle weihnachtsmann?), nie dessen schniedel sieht! ständig ist "zufällig" wahlweise ein helm, n bisschen nebel oder oder einen arm zur stelle, die den intimbereich abdeckt! muahahaha!
im grossen und ganzen kann man also von einem film sprechen, der wahrscheinlich zu folterzwecken in guantanamo gebraucht werden könnte. quintesenz der ganzen rede: es gibt keine, aber wirklich keine!, gute filme, die auf fantasy-spielen beruhen. punkt.