BOHEMIAN RHAPSODY


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Originaltitel Bohemian Rhapsody
Genre Biography | Drama | Music
Regie Bryan Singer
Darsteller
Rami MalekFreddie Mercury
Lucy BoyntonMary Austin
Gwilym LeeBrian May
Ben HardyRoger Taylor
Joseph MazzelloJohn Deacon
Aidan GillenJohn Reid
Allen LeechPaul Prenter
Tom HollanderJim Beach
Mike MyersRay Foster
Aaron McCuskerJim Hutton
alle anzeigen
Land Vereinigtes Königreich | USA
Jahr 2018
Laufzeit 134 min
Studio GK Films, New Regency Pictures, Queen Films Ltd.
FSK 6
Kinostart CH (de)31.10.2018
DVD-Start14.03.2019
Kino Deutschschweiz Wochen: 15 / Besucher: 218441
Kino Romandie Wochen: 19 / Besucher: 136710
Auszeichnungen
Oscar: Bester Schnitt 2019
John Ottman
Oscar: Bester Ton 2019
Paul Massey / Tim Cavagin / John Casali
Oscar: Bester Tonschnitt 2019
John Warhurst / Nina Hartstone
Oscar: Bester Hauptdarsteller 2019
Rami Malek
Soundtrack Bohemian Rhapsody
Songs Another One Bites The Dust (Queen)
Bohemian Rhapsody (Queen)
Crazy Little Thing Called Love (Queen)
I Want To Break Free (Queen)
Killer Queen (Queen)
Somebody To Love (Queen)
The Show Must Go On (Queen)
Who Wants To Live Forever (Queen)
Under Pressure (Queen & David Bowie)

BOHEMIAN RHAPSODY feiert auf mitreissende Art die Rockband Queen, ihre Musik und ihren aussergewöhnlichen Leadsänger Freddie Mercury. Freddie Mercury widersetzte sich Klischees, trotzte Konventionen und wurde so zu einem der beliebtesten Entertainer der Welt. Der Film erzählt vom kometenhaften Aufstieg der Band durch ihre einzigartigen Songs und ihren revolutionären Sound. Sie haben beispiellosen Erfolg, bis Mercury, dessen Lebensstil ausser Kontrolle gerät, sich unerwartet von Queen abwendet, um seine Solokarriere zu starten.
Freddie, der sehr unter der Trennung litt, gelingt es gerade noch rechtzeitig, die Band für das „Live Aid”-Konzert wieder zu vereinigen. Trotz seiner AIDS-Diagnose beflügelt er die Band zu einem der herausragendsten Konzerte in der Geschichte der Rockmusik. Queen zementiert damit das Vermächtnis einer Band, die bis heute Aussenseiter, Träumer und Musikliebhaber gleichermassen inspiriert.

REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 5.11 (Reviews: 36)Bohemian Rhapsody2018Bryan Singer

Dieser schon seit sehr langer Zeit produzierte und in den letzten Wochen ziemlich hoch stilisierte Film wurde meinen Ansprüchen in hohem Maß gerecht. Freilich konzentrierte man sich hier vornehmlich auf die Entwicklung Freddy Mercurys, der als schillernde Frontfigur ja Queen im Wesentlichen ausmachte. Ziemlich gut wird dabei seine eigene innere Zerrissenheit offenbar. Mich störten allerdings einige Anachronismen - z.B. wurde We Will Rock You nicht erst 1980, sondern schon 1977 veröffentlicht.

Ganz starke Verfilmung.

Ein Film der unter die Haut geht! MEGA!!!

Bohemian Rhapsody, der Film über Queen und vor allem natürlich über Freddie Mercury ist eine Offenbarung. Die Kritiker haben diesen Film schon hochgelobt und es stimmt. 135 Minuten vergehen wie im Flug. Die letzten 20 Minuten bilden den Auftritt Queens beim Live Aid Concert und man hat 20 Minuten Gänsehaut.
Gestern war ich im Kino und der Film ist so detailverliebt. Als Freddie bei Live Aid auf die Bühne geht, sieht der aufmerksame Kinobesucher rechts 4 Typen an ihm vorbeigehen. Die hatten den Auftritt vor Queen und heißen U2.
Der Film spart nicht die Bisexualität Freddies und seine Eskapaden der Münchener Zeit aus. Der Brian May-Darsteller wirkt sowas von echt, auch mit seinen Gesten.
Der Film Bohemian Rhapsody hat mich euphorisiert und ist für mich sowas wie das 7:1 gegen Brasilien.
Das Gegentor ist der peinliche Fehler, dass Brian May in diesem Film erst 1980 der Band mit so einem Klatschrhyhmus kommt, damit das Publikum mitmachen kann. Denn jeder weiß, seit 1977 singen zahlreiche Menschen auf der Welt: "We will, we will … rock you".

06.08.2020:
Gestern habe ich Bohemian Rhapsody erneut gesehen, in einem Kino, das ist wichtig.
Erneut empfand ich es so, als wenn ich 135 Minuten am Grab von Freddie Mercury gestanden und seiner gedacht hätte. Einen besseren Friedhof als Musik zu hören kann ich mir nicht vorstellen.
Am Schluss des Films kommen 20 Minuten des Live Aid Auftritts und ich hatte so wie 2018 20 Minuten Gänsehaut, dazu leichte Schweißausbrüche. Die Musik ist im Kino auch so laut, man fühlt sich wie einer der 100.000 Zuschauer im Wembley-Station 1985.

Und ich entdeckte diesmal einen neuen Gag, den sich die Macher hatten einfallen lassen: Als Queen auf ihre erste US-Tour gehen und Freddie auf die Toilette einer Raststätte geht, hält ein Truck an, die Marke „Mack“. So hieß Queens Produzent in München, Reinhold Mack, einfach nur Mack genannt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhold_Mack

Zuletzt editiert: 06.08.2020 17:54:00

Ohhhhhhhhhhh!

Nur schon die letzten zwanzig Minuten alleine hätten diese sechs Sterne verdient! Queen ist eine der wenigen Ganz grossen Bands, die ich zu deren Lebzeiten nie live gesehen habe, zumindest nicht in Originalbesetzung mit Freddie und John. Doch irgendwie gaben mir diese letzten 20 Minuten das Gefühl, irgendwie doch ganz nah mit dabei gewesen zu sein. Yes!

Ja, inhaltlich stimmte so einiges nicht mit der Realität überein. Vieles scheint Legende zu sein. We Will Rock You wurde tatsächlich bereits drei Jahre früher veröffentlich, zu einer Zeit als Freddie noch keinen Schnauzer trug. Der Wechsel des Leadsingers von Smile lief ganz anders ab. Und Live Aid fand direkt im Anschluss an eine grössere US Tournee von Queen statt, war also klar kein Bühnencomeback. Doch eigentlich spielt all das auch gar keine grosse Rolle: Die Essenz der Menschen wurde eingefangen.

Und dann ist da noch die Musik. Wow. Den Film sah ich in einem Londoner Kino mit gigantischem Soundsystem. In den letzten 20 Minuten standen einzelne Zuschauer, auf ihren Plätzen oder direkt vor der Leinwand.

Und bevor mein Flieger zurück in die Heimat geht, nehme ich nun noch kurz die U-Bahn richtung Kensington Logan Place, die letzte Wohnadresse Freddie Mercurys in London.

Grandios!
Der Hauptdarsteller brilliert hier als legendärer Mr. Bad Guy. Auch bei den anderen gab man sich richtig Mühe, einzig Drummer Roger Taylor war optisch keine Kopie.
Auch mir fielen diverse Fehler auf. Ich wusste auch nicht, dass er, diese mir schon bekannte Frau, mit ihr eine richtige Beziehung hatte und "Love of my life" für sie schrieb. Fies dagegen der "Diener". Im Film wird es so dargestellt, als war es das. Fakt ist aber, dass danach eine richtig erfolgreiche Platte inklusive Welttournee (sogar hinter dem eisernen Vorhang) folgte und meines Wissens er erst nach diesem Zeitpunkt von seiner Erkrankung wusste. Auch dass er seinen Freund mit nach Hause brachte, glaube ich nicht, seine Eltern vergaben ihm seine sexuelle Neigung erst am Todesbett. Bis dorthin hätte ich auch gerne die Verfilmung gesehen. Da hätte man gerne Live Aid nicht fast komplett zeigen musste (wo mir übrigens sein Zungenspiel auch nicht in Erinnerung ist). Trotz allem, eine ganz starke biographische Verfilmung einer der größten Acts aller Zeiten.

Man muß schon ein wenig reflektierender Fan sein um nicht erkennen zu können, dass die Geschichte von Queen, insbesondere von Freddie Mercury, hier durch einen geschichtsverzerrenden Weichzeichner gejagt wird.

Sicherlich ist das schauspielerische Talent der Akteure gut und auch die Ausstattung des Films, der in den 70er Jahren spielt und die Atmosphäre gut widerspiegelt: aber das rechtfertigt keine solche Euphorie, wie ich sie hier lese. Toll ist die Musik, aber wenn ich mir "Live"-Auftritte von Queen anschauen will, dann mache ich das lieber beim Original selbst als nachgestellte, in einen Film eingebettete Szenen.

Was ich von dem Film ansonsten halten soll: jetzt wird die große Queen / Freddie Mercury Merchandising Machinery angeworfen, es werden neue Best Of Alben auf den Markt geworfen, vielleicht mit dem ein oder anderen "unentdeckten" Song und der Drops so lange geluscht, bis der gute Geschmack verloren gegangen ist.

nicht immer 100% authentisch, zu wenig drama und zu viel hochglanz. schauspielerisch jedoch auf hohem niveau. insgesamt ein guter musikfilm/biografie. aufgerundete fan-5.

ps: inkl. witzigem waynes world-insider-gag von mike myers.

Endlich ist er da! Und er ist richtig gut geworden, der Film über Queen und Freddie Mercury - von den Anfängen mit "Smile" bis zum grandiosen Auftritt bei Live Aid 1985. Dass von der Timeline her nicht alles ganz genau stimmt, stört mich persönlich jetzt nicht so. Auch nicht, dass Freddies Beziehung mit Mary Austin vor allem in der ersten Stunde so viel Platz einnimmt und seine wahre sexuelle Ausrichtung mit den tragischen Folgen erst später als Nebenschauplatz angesprochen wird. Der Film ist im deutschen Sprachraum schliesslich freigegeben mit FSK 6...
Rami Malek macht seine Sache in der Titelrolle sehr gut, fast noch authentischer wirkt aber für mich Gwilym Lee als Brian May. Der soll ja selber leer geschluckt haben, als er Lee erstmals im Vollkostüm sah! Schlicht überwältigend ist das Finale in Wembley, mit Queen’s Performance, dem Dolby-Atmos-verstärkten Sound, den Kamerafahrten auf der Bühne und der Begeisterung der (computeranimierten) Fans im Stadion! Die von Freddies AIDS-Erkrankung geprägte Zeit danach, auch mit den letzten Studio-Aufnahmen u.a. in der Schweiz, wird dann aber leider nicht mehr thematisiert.

Selbst wenn mehr Ecken und Kanten hinsichtlich Extensivität & Sexualität der wirklichen Biographie von Freddie Mercury im Film gut getan hätten, ist «Bohemian Rhapsody» dennoch absolut fantastisch geraten (selbst wenn Bryan Singer 3 Wochen vor Drehschluss gefeuert wurde): Fantastische Actors mit einem unglaublich starken, nuancierten spielenden Rami Malek, intensive Inszenierung, hervorragende Konzertszenen und prägnante Wortgefechte, alles ohne Durchhänger. Für mich persönlich ein absolut grossartiges Biopic.

Sehr atmosphärisch, endlich wieder mal was sinnvolles im Kino. Man wird unweigerlich wieder in das Werk von Queen hineingesogen und will nicht mehr rauskommen.

...hat mir auch sehr gut gefallen, doch einen Stern Abzug für die vielen Ungenauigkeiten und Songs an falscher Stelle und einen Stern, weil die Geschichte 1985, also 6 Jahre vor Freddies Tod ja noch lange nicht zu Ende war...

Leute, das ist keine Dokumentation, sondern ein Spielfilm! Mag sein, dass Fakten etwas verbogen werden, dafür gelingt es dem Film, die Faszination, die diese Gruppe erzeugen konnte, perfekt in Szene zu setzen und unmittelbar erlebbar zu machen. Das lässt mich angesichts der überragenden schauspielerischen Leistung und der gelungenen Dramaturgie ganz locker über ein paar faktische Ungenauigkeiten hinwegsehen.
Für mich war dieser Film ein echtes Kino-Erlebnis, begeisternd wie schon lange nicht mehr.

sehr sehenswerter Film, natürlich auch dank der überragenden Musik.

Strange.

Wer sich wirklich für die Story von QUEEN interessiert, dem empfehle ich das Buch von Jacky Gunn & Co. Beim Lesen kann man ja Musik der Band im Hintergrund laufen lassen ;)

---------------

Btw, die nächsten Produktionen in der Mache stehen schon in den Startlöchern. Weiter geht es mit Rocketman - einem Elton-John-Biopic.

Ohne mich.

Grandios. Da schaue ich doch gerne über die paar geschichtlichen Unzulänglichkeiten hinweg. Die Schauspieler sind eine Wucht (vor allem die Darsteller von Freddie Mercury und Brian May, aber auch John Deacon ist richtig gut dargestellt).

Eine schöne und tragische Geschichte die teilweise etwas holprig erzählt wirkt. Der "Showdown" wirkt episch und dennoch ist das Ende zu aprupt und lässt Fragen offen. Gut zu wissen, dass nicht alle Fakten authentisch sind sondern der Dramaturgie dienen. Alles in Allem ein guter und kurzweiliger Film.

Kann mich hier den Jubelstürmen nicht anschließen. Tolles Bio-Pic mit viel Detaillliebe und guter Schauspielerischer Leistung... Aber that's it.
Zuletzt editiert: 09.03.2019 19:28:00

Mir hat dieser Film auch ziemlich gut gefallen, auch wenn einige Dinge vielleicht nicht ganz korrekt waren, schön anzuschauen ist er in jedem Falle!
Zuletzt editiert: 10.03.2019 15:51:00

schöner film

Als Queen-Fan habe ich sehr lange (!) gezögert, diesen Film zu schauen. Nun habe ich mir die DVD gekauft und bereue es, den Film im Kino verpasst zu haben. Unglaublich diese Präsenz von Rami Malek als Freddie! Eine wahre Freude die ganzen zwei Stunden, sogar ein paar Tränen habe ich verdrückt. 6++

ein meisterwerk

Eine bombastische Biografie. Allerdings stört mich, dass hier nur die 15 Jahre zwischen Band-Gründung und Live Aid Konzert heraus gepickt wurden. Dafür ist aber eine Forsetzung ab dem Konzert bis zum Tode Freddies geplant. Leider hält der Film sich nicht allzu sehr an die Fakten und gerät chronologisch öfter durcheinander. Warum schwärmen eigentlich alle von Rami Malek als Freddie - für mich ist der heimliche Star Gwilym Lee als Brian May.Alles in Allem ein sehenswerter, toll gespielter Film mit leichten Schwächen.
Gedreht wurde der Film in London und Umgebung, sowie in München.
Neben den gewonnen Oscars war der Film noch als bester Film des Jahres nominiert.
Zuletzt editiert: 30.09.2019 16:00:00

Gelungene Biografie mit dem Höhepunkt Live Aid 85. Leider hat man sich nicht ganz an die Fakten gehalten, ein paar wichtige Fakten werden komplett anders dargestellt, darum einen Punkt Abzug.

Gute Biographie und tolle Schauspieler! Sehenswert.

... ich sehe Filme nicht an, um Fehler zu suchen ... er hat mich sehr gut unterhalten ... die Schauspieler sind sehr gut ... die Musik sowieso ... 5+ ...
Zuletzt editiert: 06.11.2019 22:58:00

Sehr guter Film

Ja von denn Fakten her stimmt eh nicht alles....Trotzdem toll umgesetzt...

Guter Film, doch ich bevorzuge Queen Dokumentationsfilme oder dann lese ich direkt das Buch.

Mich stört das der Film "Bohemian Rhapsody" heisst, denn sind wir doch ehrlich: es geht hier zu einem grossen Teil "nur" um Freddie Mercury. Queen kommen leider viel zu kurz, denn Queen sind 4 Menschen und nicht nur der Leadsänger. Der Fokus liegt einfach zu stark bei einer Person. Sejr gut ist die authentische Darstellung; z.B. die Videoszenen von "I Want To Break Free" oder die Pepsibecher auf dem Klavier bei LiveAid. Doch genau dieser Auftritt und somit die langen Schlussminuten hätte es nicht gebraucht. Oder wenn schon gleich die Originalaufnahmen nehmen... 4+

Ein starkes Biopic, bei dem auch ich den Darsteller von Brian May noch deutlich authentischer fand als Rami Malek - und auch mich störten gewisse Anachronismen, wogegen es wohl ein weiser Entscheid war, mit einem emotionalen Höhepunkt aufzuhören, auch wenn so natürlich ein nicht unwichtiger Teil fehlt. Alles in allem starke Musik und ein stellenweise mehr als überzeugendes Werk. Abgerundete 5.

Queen ist Mega!! Dieser Film auch.

auch so eine band dessen hype mir ein rätsel ist.

als nicht-fan kann man den film als durchschnittsware aber gut annehmen.
fand es aber auch erstaunlich wie unsympathisch mercury im film rüberkommt.

Zuletzt editiert: 13.10.2020 17:51:00

Ein absolut bombastisches Biopic über die Legende Freddie Mercury, das jedoch bei Fans wie Kritikern umstritten ist und vor allem viele Film-Experten nicht so recht begeistern kann. Ich habe mir lange Zeit dafür gelassen, den Streifen anzuschauen, da ich nicht nur die bestmögliche Stimmung hierfür, sondern auch die bestmöglichen Sound- und Bildqualität haben wollte - und das bis heute nie komplett gegeben war. Meines Erachtens überwiegen hier eindeutig die positiven Aspekte, wobei die wichtigsten Pluspunkte für mich sind, dass die Queen-Musik grandios rüberkommt, fantastisch in Szene gesetzt wird und ich total in die einzigartig kraftvoll-bombastische Stimmung gekommen bin, die Queen-Konzerte immer schon so faszinierend gemacht haben. Auch Rami Malek kann mich in der Hauptrolle absolut überzeugen, viel näher kann man an einen so einzigartigen Menschen wie Freddie wahrscheinlich nicht rankommen. Das alles ist überlebenswichtig für ein solches Filmprojekt, wenn man es nicht in den Sand setzen möchte und geht richtig, richtig gut auf.

Meines Erachtens höchst bedauerlich ist jedoch der Umstand, dass man sich bei diesem Film mit einer Laufzeit von unter zweieinhalb Stunden begnügt hat, was schlichtweg zu wenig ist, wenn man sowohl die Musik feiern als auch eine starke Biografie mit dramatischem Touch abliefern möchte - und bei letztgenanntem Aspekt bin ich auch ein wenig enttäuscht. Mercury selbst wird durchaus als ambivalenter Charakter dargestellt, mir in letzter Konsequenz aber zu sehr abgefeiert (und ich verehre diesen Mann). Das hat man meines Erachtens bei "Rocketman" besser gemacht. Enttäuscht bin ich auch von der Darstellung der drei anderen Bandmitglieder, die mir zu oft als homogene Masse dargestellt werden, die in Opposition zum Leadsänger stehen. Deshalb ist mir das hinsichtlich der Charakterzeichnung ehrlich gesagt ein wenig zu oft zu wenig. Als Band-Fan hätte ich mir auch noch mehr Hintergründe zu den Entstehungsprozessen einiger Songs und Alben gewünscht - sehe aber ein, dass sowas vielleicht wirklich den Rahmen gesprengt hätte. Aber gerade die letzten sechs Jahre vor Freddies Tod komplett auszusparen, empfinde ich als sehr bedauerlich, hätten sie doch das dramatische Profil des Filmes schärfen können - zumal für mich ein Mercury-Streifen, der sich nicht mit der "Innuendo"-Zeit auseinandersetzt, total unfertig wirkt. Ich kann verstehen, dass man dramaturgisch mit einem großen Bombast-Spektakel aufwarten möchte, glaube aber, dass man das auch mit "Innuendo" oder "The Show Must Go On" hätte bewerkstelligen können.

Somit ist "Bohemian Rhapsody" ein emotional packendes, musikalisch grandios inszeniertes Biopic, das mir aber zu viele Stationen in Queens und Freddies Geschichte ausspart, um als uneingeschränkt empfehlenswert durchzugehen. Ich hätte hier mindestens eine halbe Stunde mehr Laufzeit veranschlagt oder den Film vielleicht sogar zweigeteilt, aber in dieser Form eher nicht rausgebracht. Trotzdem absolut mitreißend, weshalb ich hinsichtlich der Bewertung total hin- und hergerissen bin.

Knappe bis solide 5.

Auch wenn chronologisch nicht alles stimmig ist, einige wichtige Meilensteine in der Karriere von Queen weggelassen wurde (z.B. ihr allererster Hit "Seven Seas Of Rhye" sowie die Zeit zwischen 1977 und 1979) und der Film eher die Karriere von Freddie Mercury beleuchtet, ist "Bohemian Rhapsody" doch ein äußerst unterhaltsamer Film mit teilweise mitreißenden Musikeinlagen, der nebenbei einen kleinen Einblick hinter die Kulissen gewährt, wo es vor allem beim Produzententeam weniger um die Musik als vielmehr um Geschäftemacherei geht. Rami Malek bietet in der Rolle des Freddie Mercury eine schauspielerische Glanzleistung. Ich glaube, wenn Freddie noch leben würde, wäre er von Rami Malek Darstellung mit Sicherheit geschmeichelt gewesen.

Starker Film. Die Band-Geschichte einmal im Schnelldurchlauf, einiges wird manchmal nur angerissen, aber man kommt als Zuschauer trotzdem immer mit und wird immer wieder mitgenommen. Obwohl es anscheinend nicht immer ganz so zugegangen ist wie dargestellt....

Das liegt auch an den tollen Darstellern der ganzen Band. Und auch an Rami Malek, er ist grandios. Gerade das Live Aid Konzert ist wirklich so stark nachgestellt, daß war unglaublich.
Zuletzt editiert: 25.12.2020 00:32:00

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