Ein farbenfroher Klassiker des Genres voll fröhlicher Unbefangenheit, den man einfach lieben muss. Deshalb an dieser Stelle die Höchstnote! Ich war sechs oder sieben Jahre alt, als ich diesen Anfang der populären Filmserie erstmals sah. Um es gleich vorweg zu sagen: Auch wenn ich gleichermaßen meinen Spaß an den beiden nachfolgenden Filme habe, diese erste Folge ist für mich die schönste und die Auswahl der Darsteller perfekt. Die junge Angelika Meissner-Voelkner als Backfisch, der sich zur liebenden Teenagerin wandelt, überzeugt in jeder Minute durch ihr ungekünsteltes Spiel. Angeführt als Beispiel diene hier die Szene in der Eisdiele. An ihrer Seite die naiv-alberne Heidi Brühl. Reine Freude, den beiden zuzuschauen! Matthias Fuchs‘ Leistung als unsicher-arroganter, altkluger Stadtjunge, der seine Lektion fürs Leben lernt, bleibt ebenso im Gedächtnis wie der grundanständige Paul Klinger oder Paul Henckels, der den gutmütigen Tierarzt gibt. Mein erklärter Liebling ist jedoch Margarethe Haagen, eine Schauspielerin, die mir in fast jedem Film gefällt. Sie verleiht der Figur der Oma Jantzen Kontur und und eine wunderbare Herzenswärme, die mich an die eigene Großmutter und so manche Tante erinnert. Rückblickend weiß ich aus persönlicher Erfahrung: diese Zeit war gewiss nicht so unkompliziert, wie uns dieses Lichtspiel zeigt, aber die Menschen standen sich ein kleines bisschen näher und gingen etwas pfleglicher miteinander um. Da lässt mich meine Erinnerung nicht im Stich, und dank der „Immenhof“-Trilogie kommt mir das zuweilen in den Sinn, was -zugegebenermaßen- der Seele gut tut. Manchmal wünsche ich mir wieder ein Quäntchen dieser Natürlichkeit zurück.