HELDIN


Kino


DVD


Blu-Ray

Originaltitel Heldin
Genre Drama
Regie Petra Biondina Volpe
Darsteller
Leonie BeneschFloria Lind
Jasmin MatteiClaudia Bach
Alireza BayramJan Sharif
Aline BeetschenEvelyn Bühler
Lale YavasFrau Morina
Margherita SchochFrau Kuhn
Urbain GuiguemdeHerr Nana
Jürg PlüssHerr Severin
Sonja RiesenBea Schmid
Andreas BeutlerHerr Hungerbühler
alle anzeigen
Land Schweiz | Deutschland
Jahr 2025
Laufzeit 92 min
Studio Filmcoopi
Kinostart CH (de)27.02.2025
Kino Deutschschweiz Wochen: 1 / Besucher: 103808
Kino Romandie Wochen: 2 / Besucher: 7536

Die Pflegefachfrau Floria arbeitet mit Leidenschaft und Professionalität auf der chirurgischen Abteilung eines Kantonsspitals. Bei ihr sitzt jeder Handgriff, sie hat auch in Stresssituationen ein offenes Ohr für die Patientinnen und Patienten und ist im Notfall sofort zur Stelle – idealerweise. Doch in der harten Realität ihres schwer kalkulierbaren Alltags sieht es oft anders aus. Als sie an diesem Tag ihre Spätschicht antritt, fällt auf der voll belegten, unterbesetzten Station auch noch eine Kollegin aus. Trotz aller Hektik umsorgt Floria eine schwerkranke junge Mutter und einen alten Mann, der verzweifelt auf seine Diagnose wartet, ebenso fürsorglich und routiniert wie einen Privatpatienten mit all seinen Extrawünschen. Doch mit Fortschreiten der Nacht wird ihre Arbeit mehr und mehr zu einem Rennen gegen die Zeit.

REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 5.75 (Reviews: 8)Heldin2025Petra Biondina Volpe

Ein Film, der uns alle angeht. "Heldin" ist der 92-minütige Einblick in den Pflegealltag als sehr reales und v.a. radikales Abbild des akuten Pflegenotstandes, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Dass sich Petra Volpe diesem Thema auf der Leinwand annimmt, ist nicht nur mutig, sondern dringend notwendig. Es wird vor dem Hintergrund, dass ein Krankenhaus letztlich wirtschaftlich rentieren muss, immer noch viel zu wenig für den Pflegeberuf getan. Er erhält gesellschaftspolitisch zu wenig Plattformen, zu wenig Lobby und v.a. zu wenig Wertschätzung, Aufmerksamkeit und genau deshalb auch zu wenig Geld. Klatschen während der Pandemie reicht eben nicht! Der Pflegeberuf ist mehr als irgendeine Dienstleistung, mehr als Arsch abwischen und Spritzen verabreichen. Es geht immer um Leben und Tod! Und um Seelsorge! Pflegefachkräfte sind das soziale Bindeglied, der unverzichtbare Kitt, ja die tragenden Säulen in einer Gesellschaft, wo wir alle früher oder später mit grosser Wahrscheinlichkeit im Krankenhaus landen. Der Film transportiert dank der genialen Leonie Benesch all die Freude und Tragik, aber v.a. die Leidenschaft der Pflegefachperson als so wichtigen Menschen in einer fast unmenschlichen Spätschicht. Das alles ist realistisch, sehr emotional, schonungslos, pulsierend nah wie nur möglich, mit allen Schicksalen, die überhaupt nicht klischiert, für den Film überzogen oder dramaturgisch gesucht daherkommen – ganz im Gegenteil! Die Figuren sind wunderbar gezeichnet, mit feinen zwischenmenschlichen Banden. Aus persönlichen Feedbacks und stetem Diskurs weiss ich, dass der Authentizität im Film höchste Aufmerksamkeit zuteilwurde, fachlich top recherchiert und ohne Effekthascherei auf die Leinwand gebracht. Die Abläufe und Dialoge wirken sehr real, was dazu führt, dass man den ganzen Film über mit Floria Lind mitläuft, mitfühlt, mitleidet. Man begleitet sie, wie wenn man selber im Krankenhaus dabei wäre und am liebsten unter diesem Druck mithelfen möchte. Man mag dem Film vorwerfen, dass er Ausnahmesituationen zeigt und es teilweise nicht die beste Werbung für den Pflegeberuf ist. Ich sehe das anders. Es gibt sicher auch Tage, die weniger dramatisch sind als die gezeigte Spätschicht. Aber der Film will wachrütteln. Und das gelingt ihm auf dem Punkt. Ich sehe daher „Heldin“ als starkes Manifest für den Pflegeberuf. Eigentlich einer der schönsten und wichtigsten Berufe, weil es immer um Menschen und deren Hilfe und Unterstützung geht. Wie hier Leonie Benesch ihre Würde für den Beruf spielt, ist absolut herausragend und hallt lange nach! Ausgerechnet dieser Beruf hat einen solchen Druck und Notstand… Es ist zu hoffen, dass „Heldin“ viel Goodwill und Verständnis weckt (v.a. bei Politiker*innen und Personen an den Geldhebeln). Denn der Film geht uns alle an!
Zuletzt editiert: 07.01.2026 22:13:00

Der 6 Sterne Bewertung von Jones kann ich mich nur anschliessen..
und in dieser ist eigentlich alles wesentliche bereits genannt.. 👍
Meine Frau ist MTA, und auch Ihr hat der Film sehr gut gefallen...
und wenn man den Film gesehen hat, dann weiß man, weshalb man manchmal über eine Stunde auf einen Pferfferminztee warten muss 🙂
Wenn es die Möglichkeit ergibt werde ich mir den Film noch ein zweites Mal in der Originalversion anschauen...
Zuletzt editiert: 17.03.2025 23:08:00

Es gibt so Filme, da geh ich rein und weiß, er wird mich berühren.
So wusste ich es, bevor ich heute diesen Film angeschaut habe.
Meine Lieblingsschauspielerin Leonie Bensch („Das Lehrerzimmer“, „September 5“) spielt in den Schweizer Film „Heldin“ eine Pflegekraft. 90 Minuten lang sieht man ihr zu, wie sie funktioniert, mehrere Dinge gleichzeitig zu bewältigen hat, aber eben auch immer mit Menschen zu tun hat, denen sie zuhört, sei es Patienten oder Angehörigen.
Der Film wühlt auf, berührt, schockiert und bringt einen auch an einer Stelle zum Lachen.
Und ich frage mich, warum ich als IT-Projektleiter wahrscheinlich doppelt so viel verdiene wie sie.

Somit kann ich mich meinen beiden Vorrednern nur anschließen.

13.09.25: Ich habe den Film zum zweiten Mal gesehen, denn gestern war ich bei der Verleihung des Hannelore Elsner Preises an Leonie Benesch in Starnberg. Und wieder hat mich der Film total gefesselt. Toll war es nicht nur Leonie Bensch, sondern auch die Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe, sowie den Cutter Hansjörg Weissbrich zuzuhören, wie der Film gemacht wurde.
Zuletzt editiert: 13.09.2025 20:50:00

Bis auf einige Szenen sehr realistisch verfilmt. Alle FaGes die ich kenne sind sehr überzeugt übe den Film.

Top Schweizer-Film, der hinter die Kulissen eines Spitals aus Sicht einer Pflegefachfrau am Limit zeigt. Ganz grosser Respekt für die Personen, die solch einen wichtigen Job machen. Abgerundete 5, da ich nur meinen absoluten Lieblingsfilmen eine 6 gebe.

Ein Meisterwerk.

Hat mich berührt, sehr gut gemacht. Aber irgendwie hat mich etwas gestört, kann nicht erklären was. Daher gibt es von mir nur knapp eine 6.

Natürlich hatte ich von dem Film gehört. Mich interessieren Spital-/Gesundheitsthemen aber weniger, auch weil meine mitteilungsfreudige Mutter sich etwas zu sehr damit befasst.
Der Film wurde aber teilweise im Bruderholzspital bei Basel gedreht. Das ist nicht nur in meiner Nähe, sondern auch der bevorzugte Freizeitort meiner Mutter, an den ich sie schon öfters begleitet habe. Da war ich dann doch neugierig (und habe den Ort vor allem in den Aussenszenen erkannt).
Er hat mich berührt.
Nicht, weil ich das Gefühl hatte, einer echten Pflegeschicht zu folgen. Zwar ist die Darstellerin wirklich in der Rolle aufgegangen, ich habe bald vergessen, dass sie spielt, aber der Spielfilmcharakter bleibt präsent, v.a. durch die Szenen mit dem Privatpatienten und seiner Uhr. Zuletzt folgt im Bus ja noch ein fantastisches Element.
Hier wurden aber auf berührende Weise Hilfsbedürftigkeit, die Schönheit des Helfens und die Kraft des Handwerks dargestellt. Natürlich auch die Wichtigkeit des Pflegeberufs, aber das stand für mich nicht mal im Vordergrund. Und es wurde der Wunsch geweckt für mehr Verständnis für seine Mitmenschen, nicht nur in der Pflege. Weiss man, was das Gegenüber gerade durchmacht oder erlebt hat?
Dafür bin ich dem Film dankbar. Und ich empfehle ihn natürlich meiner Mutter.

SPOILER:
Es ist anzunehmen, dass die ältere Frau im Bus diejenige ist, die während der Schicht gestorben ist. Die versöhnliche Geste zwischen den beiden Frauen steht für Absolution, für das Abschliessen Können.
Zuletzt editiert: 06.01.2026 13:05:00

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