Natalia Wörner als Annabelle Martinelli – das ist für mich eine Rolle wie maßgeschneidert. Ich verfolge sie seit Jahren, vor allem in „Unter anderen Umständen“, und hier überzeugt sie mich wieder. Ihre Szenen mit Fritz Karl sind großartig. Die beiden unterhalten sich halbironisch in dieser typischen Bar-Atmosphäre – das macht Spaß, obwohl der Fall alles andere als leicht ist.
Was bei mir besonders hängen bleibt: Merlin Rose. Ein sehr junger Schauspieler, der den korrupten Polizisten so widerlich glaubwürdig spielt, dass man sich wirklich ärgert. Sexistisch, übergriffig, manipulativ – aber großartig gespielt. Dass er die Frau privat genauso behandelt wie seine Kolleginnen im Job, das macht es fast schwer anzuschauen, aber es zeigt, dass er es kann.
Stefan Rudolf ist für mich eine schöne Wiederbegegnung. Aus „Die Chefin“ kenne ich ihn gut, da mochte ich ihn sehr. Schade, dass er dort nicht mehr dabei ist. Hier passt er perfekt in die Rolle eines weiteren Polizisten, der sich auf die falsche Seite schlagen lässt.
Uebi hat wie fast immer - durchaus zu recht - Detailkritik gefunden. Ich sehe es nicht so, wir beide schauen halt unterschiedlich, ich schaue auf die Schauspieler. Und in dieser Hinsicht war „Maria hat Angst“ für mich stark.