MIDSOMMAR


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Blu-Ray Kinoversion+ Director's Cut


Blu-Ray Kinoversion+ Director's Cut

Originaltitel Midsommar
Genre Drama | Horror | Mystery
Regie Ari Aster
Darsteller
Florence PughDani
Jack ReynorChristian
Vilhelm BlomgrenPelle
William Jackson HarperJosh
Will PoulterMark
Ellora TorchiaConnie
Archie MadekweSimon
Henrik NorlénUlf
Gunnel FredSiv
Isabelle GrillMaja
alle anzeigen
Land USA | Schweden
Jahr 2019
Laufzeit 147 min
Studio A24, B-Reel Films, Nordisk Film
FSK 16
Kinostart CH (de)03.10.2019
DVD-Start07.02.2020
Kino Deutschschweiz Wochen: 1 / Besucher: 4409
Kino Romandie Wochen: 2 / Besucher: 3813
Soundtrack Midsommar
Songs A Language Of Sex (Orchestrate)
Attestupan (Orchestrate)
Chorus Of Sirens (Orchestrate)
Fire Temple (Orchestrate)
Gassed (Orchestrate)
Hålsingland (Orchestrate)
Hårga, Collapsing (Orchestrate)
Murder (Mystery) (Orchestrate)
Prophesy (Orchestrate)
Ritual In Transfigured Time (Orchestrate)
The Blessing (Orchestrate)
The House That Hårga Built (Orchestrate)

Obwohl ihre Beziehung kriselt, schliesst sich Dani ihrem Freund Christian auf einen Sommertrip in einen kleinen Ort in Schweden an. Gemeinsam mit Christians Clique sind sie zu einem einmaligen Mittsommerfestival eingeladen. Doch der anfänglich idyllische Eindruck der abgelegenen Gemeinschaft trügt, die freundlichen Dorfbewohner verhalten sich nach und nach merkwürdiger: Sie bereiten sich auf ein besonderes Mittsommer-Ritual vor, das nur alle 90 Jahre zelebriert wird. Was als puritanisches Fest der Liebe und Glückseligkeit beginnt, nimmt bald eine unheimliche Wendung, die das sonnengeflutete Paradies bis in die Eingeweide erschüttert.

REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 3.88 (Reviews: 9)Midsommar2019Ari Aster

Die teils hypnotisierend wirkende Kameraführung und die Musik fand ich gelungen. Auch die Grundidee (ein Horrorfilm spielt durchgehend an den helllichten Tagen des Nordens, wo die Sonne nicht untergeht) find ich eigentlich klasse, jedoch wurde das storytechnisch höchstens mittelmässig umgesetzt.

Der Streifen beginnt gut, aber das Fest zieht sich viel zu sehr in die Länge und nervt gegen Ende immer mehr. Hier hätte man den Film problemlos auf unter zwei Stunden schneiden können. 148 Minuten (Director's Cut wären sogar 171 Minuten) sind einfach zu lang.

Fazit: knapp keine 4.
Zuletzt editiert: 19.02.2020 16:03:00

Eigentlich wollte ich mir ja etwas mehr Zeit lassen, um den zweiten Ari-Aster-Film nach "Hereditary" zu schauen, aber das hat mich so viel Überwindung gekostet, dass ich heute einfach schwach geworden bin. Und eins vorweg: Ein besonderes Filmerlebnis ist das hier definitiv auch - wie eine Stipvisite in einer besonders kranken Sekte inmitten eines Drogentrips. Anders kann ich das, was mir cineastisch hier dargeboten wird, nicht beschreiben: Es ist verstörend und faszinierend, aber auch reichlich wirr und mitunter auch reichlich verkünstelt. Während ich beim Vorgänger noch jeden Vorwurf, man bekomme hier überstilisierten "Kunstschrott" zu sehen, empört zurückweisen würde, kann ich das hier nicht mehr tun. Dafür ist der Film zu lang geraten, gefällt sich an sehr vielen Stellen daran, das schwedische Mittsommerfest und die dortige Folklore komplett zu überzeichnen und den vorherrschenden Traditionalismus komplett ad absurdum zu führen und schlachtet zu viele seiner Szenen virtuos, aber auch ein wenig geil nach sensationellen Bildern und Kameraeinstellungen aus.

Schlechtreden möchte ich den Streifen keinesfalls, denn trotz seiner 150 Minuten Laufzeit habe ich ihn über die allermeisten Passagen hinweg sehr gerne und gepackt geschaut: Die Exposition habe ich als fantastisch empfunden, da man sofort in die Gefühlswelt der beiden Hauptfiguren Dani (gut gespielt von Florence Pugh) und Christian (okay performt von Jack Reynor) hineingerissen wird und schon nach wenigen Minuten anfängt, sehr intensiv mit ihnen mitzuleiden. Die erste Viertelstunde hat mich darauf hoffen lassen, hier ähnlich geistreiches, empathisches und geschmackvoll gefilmtes Kino zu erleben wie bei "Hereditary". Die Feierlichkeiten in Schweden allerdings, mit denen anschließend rund zwei Stunden Laufzeit bestückt werden, sind dann nur noch toll gefilmt. Das Setting ist toll, für einen atmosphärisch sehr düsteren Streifen ungewohnt bunt und hell und auch die diversen Tänze, Häuschen und Rituale, denen man da beiwohnt, sind sehenswert und einfallsreich choreografiert.

Aber es sind eben auch ganz schön viele Tänze, Häuschen und Rituale, denen man da beiwohnen darf - und teilweise habe ich mich im Zuge dessen schon dabei erwischt, wie ich innerlich Dinge wie "Okay, wie viele Runden tanzen die jetzt noch im Kreis herum?", "Oh, wer schreit denn da jetzt wieder im Hintergrund?" oder "So, was geht hier jetzt wieder für ein kranker Scheiß ab?" gedacht habe. Was ich damit sagen möchte: Es ist meines Erachtens an manchen Stellen einfach etwas zu viel Herumreiterei auf den Bräuchen und kruden Opfergaben gewesen - und gleichzeitig ist es mir mit zunehmender Laufzeit immer schwerer gefallen, auch nur irgendeine Figur zu finden, für deren Handlungsweisen ich ein tieferes Verständnis aufbringen kann.

Deshalb ist "Midsommar" unterm Strich ein Film, der die künstlerische Exzellenz, den wunderbaren Hang zum Speziellen und damit auch die Innovationskraft von "Hereditary" zu replizieren weiß, ohne den Vorgänger zu kopieren. Es gelingt Aster meines Erachtens hier aber leider nicht mehr so gut, eine Balance zwischen ernstzunehmendem Drama und mitreißendem Horror zu finden, die kunstvollen Elemente wirken viel häufiger wie ein reiner Selbstzweck, einige Ekelszenen recht brachial, die Darstellung des Mittsommerfestes oftmals zu absurd - und somit einfach Vieles eine Idee "kunstschrottiger". Trotzdem: Der Film packt, ist handwerklich super und für Cineasten mit einem Faible für besondere Filmerlebnisse auf jeden Fall einen Blick wert. Ich kann dennoch nicht verhehlen, dass ich mir hiervon etwas mehr versprochen hatte.

Ganz gute 4.

Ein sehr lang geratener, sehr eigenartiger Horrorfilm. Spannend ist es, wie hier Horror inmitten eines immer anhaltenden Tages fabriziert wird. Es wird auch mit so viel Foreshadowing gearbeitet, dass von Anfang an klar ist, was passieren wird. Allen - nur nicht den Protagonisten.

Und manchmal ist es wohl gut, nicht unter Drogen entscheiden zu müssen, was man mit einem gefühlskalten Ex, der es geschafft hat, die ultmativen Schmerzknöpfe zu drücken anstellen mag...

Hereditary hat mich damals nicht 100 prozentig überzeugt. Midsommar ist jedoch ein ganz anderes kaliber. schöner slow-paced-horror mit anleihen an einen britischen klassiker aus den 70ern. aufgerundete 6 für die kinoversion, den director's cut hole ich später mal nach.

Für eine so vorhersehbare, exakt nach Schema F (naive US-College-Clique, ein fremdes Land mit einem unbekannten Ritual) ablaufende Story dauert der Film schlicht zu lange, weshalb er auch deutlich zu selbstverliebt wirkt, zu künstlich-künstlerisch. Passenderweise wurde der Film anscheinend in Schweden als Komödie aufgefasst. Es bleibt ein zähes, langweiliges Stück Film eines weiteren angeblichen Kult-Regisseurs. Knappe 3.

Ich habe die Bluray als Doppel gekauft, enthalten war auch die über 170 Minuten lange Directors Cut Fassung des Films. Da diese aber nur auf Englisch ist, bezieht sich die Bewertung auf die Kino Fassung.

Wie schon "Hereditary" ein unkonventioneller Film. Die Regie und die Kameraführung, teilweise in Zusammenspiel mit dem Soundtrack erschafft eine stellenweise bedrückende und starke Atmosphäre. Dazu ist das Setting des Filmes sowie die Kostüme wirklich fantastisch.

Die Handlung beinhaltet sehr viele "Wtf-Momente", konnte mich aber nicht zu 100 Prozent überzeugen. Einige Passagen ziehen sich ziemlich in die Länge und vieles ist einfach nur sehr weird. Nur leider nicht durchgehend spannend. Und ich glaube, dass mir einiges auch nicht so richtig klar ist an der Handlung...

So richtig weiß ich auch gerade noch nicht, wie ich den Film einordnen soll und was ich davon halten soll... Ich vergebe daher erstmal eine 4. Chartsfohlen spricht mir hier etwas aus der Seele...
Zuletzt editiert: 02.07.2021 02:35:00

Anfänglich ist der Film richtig gut. Er besticht durch eine herrlich unaufgeregte Erzählweise, die im Gegensatz zu dem überdrehten Actionkram heutiger Tag überaus mühelos zu konsumieren ist. Und zusätzlich schafft man es, dabei langsam Spannung aufzubauen.

Bis dahin stören in der Handlung ausschließlich die Probleme, welche die Reisenden von zuhause nach Schweden mitgenommen haben, aber mit der Situation dort handlungstechnisch nicht wirklich harmonieren wollen. Aber solche Plot-Fremdkörper sieht man ja nicht zum ersten Mal.

Irgendwann wird es aber so verrückt, das nicht nur die perversen Riten Überhand nehmen - darauf hatte man sich schließlich eingelassen - sondern auch die Dialoge auf ein Minimum reduziert werden, der Erzählfluß sozusagen in sich selbst auflöst.

Dazu kommt noch störend hinzu, das die Dorfbewohnen bei ihren Bräuchen großteils völlig teilnahmslos oder beinahe wie ferngesteuerte Roboter agieren.

Was anfangs so schön funktionierte, ist nur noch eine surreal wirkende, mühsame Angelegenheit und man fiebert zunehmend dem Ende des Spuks entgegen.

Tja, a little fail würde ich da zum Werke wohl sagen.

PS: Zumindest hat es ein fragwürdiges Happy End für die Hauptfigur und ich habe tatsächlich mal wieder einen Spielfilm geschafft, den vierten in diesem Jahr, glaube ich.

Wie schon oben beschrieben, bezieht sich die meiste Kritik auf die Filmlänge. Es sind einfach zuviele Längen die den Film komplett schwächen. Der künstlerische Aspekt (Architektur, Farben, Austattung...) sind positiv zu bewerten. Für mehr als eine 2 reicht es trotzdem nicht.

So wie diesen Film stelle ich mir einen schlechten Drogen-Trip vor - nur einer von vielen Gründen, warum ich noch nie welche genommen habe und das auch nicht vorhabe.
Hier liegt ein Horrorszenario vor, das mich sehr an "Get Out" erinnert hat, wenngleich die Thematik eine andere ist. Studienfreunde aus Amerika werden unter einem Vorwand mitten in eine sehr rückständige Kultur irgendwo in Schweden gelockt, wo gerade das "Midsommar"-Fest gefeiert wird. Selbstredend ist das kein normales Fest, sondern bringt einige seltsame bis dramatische Rituale mit sich.
Tatsächlich liegt die meiste Anspannung in den ruhigen Dialog-Szenen. Nicht nur zwischen dem Paar in der Hauptrolle bestehen unangenehme Spannungen, sondern auch mit diesen Dorfbewohnern kann man es sich mit unüberlegten Handlungen schnell verscherzen. Wie im genannten "Get Out" ist der Horror meist nur unterschwellig vorhanden und bricht sich erst am Ende so richtig Bahn.
Dieses Ende ist zwar spannend und brutal, schießt aber deutlich über das Ziel hinaus. Kurioserweise fand ich die Lotterie, welche mehr oder weniger über Leben und Tod entscheidet, am absurdesten und im Zusammenhang am störendsten, auch wenn es nur ein kleines Detail am Rande ist. Die Entscheidung der Maikönigin ist zwar erwartbar, aber eigentlich unverständlich, selbst wenn sie die Szenen im Schuppen offenbar falsch gedeutet hat.
Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich den Film in 1,25-facher Geschwindigkeit gesehen habe (was überhaupt nicht auffällt oder zu schnell wirkt), dass mir die Längen nicht negativ aufgefallen sind. Viel mehr jedoch die vielen dekorativen Details, die man für diesen Film gestaltet hat, oder die pulsierenden Blüten an der Krone der Maikönigin, dass man sich beinahe selbst im Drogenrausch wähnt.
Ein bemerkenswerter, unterschwellig unheimlicher und spannender Film mit interessanten Interaktionen zwischen den (meist unsympathischen) Charakteren mit beeindruckender Ästhetik und schöner Kulisse.

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