Violinistin Sydney Wells (Jessica Alba) ist seit ihrem fünften Lebensjahr blind. Durch eine Hornhauttransplantation ist es ihr jedoch möglich, das Sehvermögen wiederzuerlangen. Doch sie sieht nicht nur die Realität, sondern auch überaus verstörende und verängstigende Bilder, die sie zunächst als Einbildung zu verdrängen versucht. Doch mehr und mehr wird ihr klar, dass die mexikanische Spenderin versucht, ihr Botschaften zukommen zu lassen.
Dieser Horrorschocker aus dem Jahre 2008 ist ein Remake des im englischsprachigen Raums gleichnamigen Films aus Hongkong. Das Original ist mir nicht bekannt, dieses Remake jedoch vermag mich als alten Horrorfreak nicht restlos zu begeistern. Wieder bekommt eine Person Visionen, nachdem sie etwas von einer Toten bekommt - in diesem Fall die Hornhaut, der klassische Fall ist wohl ein Grundstück. Leider ist nicht nur dieses Element schon etliche Male da gewesen, sondern auch die restliche Geschichte wirkt wie ein Klon eines Klons eines Klons. Man ist doch solcher Geschichten inzwischen irgendwie überdrüssig, wenn man sie schon zur Genüge kennt.
Schauspielerisch ist nur wenig auszusetzen, hier macht die alles überragende Hauptdarstellerin einen ebenso guten Job wie ihre Kollegen. Keiner fällt wirklich ab, wenngleich auch niemand brilliert. Ansonsten werden die für das Genre üblichen Stilmittel verwendet, die auch hier wieder ihre Wirkung haben, aber nicht überraschen können. Letztlich kann man sich diesen Film mühelos anschauen, vielleicht hat er für in diesem Genre unerfahrene Menschen sogar ein paar Überraschungen zu bieten, ansonsten bekommt man eben nur zähe Kost vorgesetzt, die weder zu Reklamationen, noch zu übermäßig viel Trinkgeld für den Kellner führen dürfte.