Sicher einer der ungewöhnlichsten Filme, die mir je untergekommen sind. Der Professor John Oldman will umziehen, wird aber beim Beladen des Autos von einigen Kollegen überrascht. Sie gehen ins Haus und tratschen.
So weit, so normal, so harmlos. Bis John plötzlich, weil es sich aus dem Gesprächsverlauf ergibt, die seltsame Frage in den Raum wirft, wie ein Mensch wohl sein würde, der vor 14000 Jahren geboren und bis heute nicht gestorben ist. Die Diskussion wird deutlich hitziger, als John eröffnet, dass er sich selbst damit meint.
Verständlicherweise glaubt ihm keiner ein Wort. Die ausnahmslos Intellektuellen, die sich aus Historikern, Anthropologen, Biologen, bibelfeste Christen, Kunstwissenschaftlern und Archäologen zusammensetzen, tun ihr Bestes, Johns Behauptung als Lüge zu entlarven und ihn in Erklärungsnot zu bringen, aber vergeblich. Selbst ein Psychologe, der dann noch in die Runde stößt, kann keinen Erfolg verzeichnen.
So wird der Film, der fast ausschließlich in einem Raum spielt und lediglich von der Diskussion der anwesenden Personen lebt, zunehmend spannender. Und während sie schwafeln, ertappt man sich dabei, wie man selbst Gedankenspiele anstellt über die Konsequenten, welche Johns Behauptung hätte.
Ein sehr anspruchsvoller Film, der wie kaum ein anderer zum Nachdenken anregt.