MEIN LEBEN: JIM RAKETE

Staffel1
Episode26
TitelJim Rakete
Originaltitel
Jahr2007
Erstausstrahlung08.01.2011
Deutsche Erstausstrahlung08.01.2011
RegisseurClaudia Müller
Schauspieler
Schnelles Arbeiten und Entscheiden gehören zu seinen Markenzeichen.

Mit seinen puristisch anmutenden Schwarz-Weiß-Porträts hat er seit Anfang der 80er Jahre zunächst zahlreichen Musikern zu einem neuen Image verholfen. Auch Politiker, Schauspieler und Künstler schätzen es, von ihm porträtiert zu werden, obwohl es ihm bis heute nicht um eine vordergründige Schönheit geht, sondern um das, was sich unter der Oberfläche verbirgt.

Alle Möglichkeiten der Manipulation, die die moderne Digitalfotografie bietet, lehnt er ab. Seine Leidenschaft gilt den alten Kameras, "die noch Klick machen" und die er seit Jahrzehnten sammelt. Eine aussterbende Spezies, von der er sich wohl bald verabschieden muss, weil er jetzt schon Schwierigkeiten hat, noch "richtige" Filme oder Fotopapier zu bekommen.

Für eine Retrospektive seiner Bilder im Januar 2008 hat er sich noch einmal auf Spurensuche begeben: Um herauszufinden, welche Wahrheiten in der klassischen Fotografie liegen und was diese ihm in all den Jahrzehnten gegeben hat, hat er zahlreiche prominente Freunde vor seine alte Plattenkamera gebeten, die fast so alt ist, wie er selbst.

Der 1951 in Berlin geborene Rakete war schon als 17-Jähriger als Fotoreporter für die "Berliner Tageszeitung" unterwegs. Später machte er sich als Musikmanager von Nina Hagen, Nena und vielen anderen deutschen Bands einen Namen, bevor er sich wieder ganz seiner großen Leidenschaft, der Fotografie, widmete. Er fotografierte Weltstars wie David Bowie, Ray Charles, Jimi Hendrix und Mick Jagger. Sein größtes Talent lag aber immer auch in der "Talentfrüherkennung". Schauspieler, Sänger oder Filmemacher hat er bereits entdeckt, bevor diese ihren großen Durchbruch erlebten.

In seinen Aufnahmen spiegelt sich fast immer eine große Nähe und Vertrautheit zu den porträtierten Personen. Jim Rakete ist in allen seinen Bildern spürbar.

Während der Fotosessions für seine neue Ausstellung ließ er sich für das ARTE-Porträt über die Schulter schauen. Der Film gewährt dem Zuschauer einen intimen Einblick in die Arbeit eines Starfotografen ohne Starallüren. Das Publikum geht mit Rakete auf eine "letzte Reise" mit seinen alten Kameras, die ihn jahrzehntelang begleitet haben und von denen er sich bald verabschieden muss, weil das digitale Zeitalter sie überholt hat. "Ein gutes Bild wird nicht von einer Kamera gemacht, sondern von dem, der dahinter steht." In diesem Bewusstsein blickt Jim Rakete daher nicht nur mit Wehmut auf das vielleicht bald abgeschlossene Kapitel der analogen Fotografie zurück.

Nächste Folge


Reviews
Durchschnittliche Bewertung: 6 (Reviews: 1)

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Faszinierender Mann, faszinierendes Portrait.
Egal ob mit Ulla Meinecke, den Thalbachs usw., immer ein wunderschöner Einblick in seine Arbeit.
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